Über Ilha Grande und Paraty nach São Paulo. Oder der Endspurt in Südamerika!

Die letzten zwei Wochen in Brasilien und auch in Südamerika standen nun (nach Rio) vor uns. Über Ilha Grande und Paraty (beide im Bundesstaat Rio) führte uns unser Weg nach São Paulo, von wo aus unser Rückflug nach Europa geplant war.

Aber erstmal der Reihe nach.

 

Abraao und Ilha Grande | Oder auch mal Abseits der Großstädte

(vom 10.08.17 bis 15.08.17  –  Tag #332 bis #337)

 

Von Easy Transfer wurden wir in Copacabana abgeholt und zuerst nach Angra dos Reis gefahren, von wo aus es mit einer kleinen Personenfähre weiterging.

Trotz schlechterem Wetter wurde schnell klar, dass wir uns auf einer Trauminsel befanden. Wir fanden, Dank dem Tip des Mädels von Easytransfer, eine gemütliche Unterkunft und nach kurzer Verschnaufpause gings auf die Suche nach einem Mittagessen und auf Erkundungstour von Abraao, der größten Siedlung auf der Insel. Klar. So eine schöne Insel hat man nicht für sich allein. Aber bis auf die vorwiegend Rucksacktouristen in Abraao ist die Insel, die früher ein Lazarett und später ein Gefängnis beherbergt hat, vom Massentourismus verschont. Abraao bietet ein paar Restaurants, einige Herbergen, Cafes und Shops. Darunter auch ein Super Havaianas Laden. Wir können davon irgendwie nicht genug bekommen.

Am Abend des ersten Tages waren wir damit beschäftigt, das Video nach 333 Tagen ins Netz zu laden. Naja. Die Verbindungen auf der Insel waren sehr träge und unkonstant. Zu Letzt mussten wir das Data aus unseren SIM-Karten nutzen um den Beitrag rechtzeitig Online stellen zu können.

Am nächsten Tag, Freitag, sollte das Wetter ebenfalls nicht ganz perfekt werden. So folgten wir dem Tip von den Zwillingsschwestern aus Chile, welche wir am Abend zuvor in der Pousada kennengelernt hatten, ein kleine Wanderung zu einem Wasserfall zu unternehmen. Vorbei an der Ruine des alten Lazaretts und an dem Aquädukt, welches noch heute das Wasser für die Siedlung transportiert, kamen wir nach etwa 7 km am besagtem Wasserfall an. Und das Beste. Man konnte Baden und den Kopf unter den Wasserfall halten. Kühl aber angenehm.

Weitere 3 km Fußmarsch bergab erreichten wir einen wunderschönen kleinen Strand, wo wir ebenfalls ein Bad nahmen (das Wetter war doch besser als erwartet), eine Cocosnuss schlürften und nach einer Weile ein Taxi-Boot zurück nach Vila do Abraao nahmen.

Der zweite Tag hingegen brachte unerwartet schlechtes Wetter. Die geplante Bootsfahrt mussten wir absagen. Dafür bummelten wir ein wenig und suchten das Cafe am Pier auf.

Dann endlich. Der Sonntag brachte bezauberndes Wetter und höhere Temperaturen (so 25, 26 Grad). Ideal für den Strand. Mit der Praia Lopes Mendes hat die Ilha Grande den angeblich schönsten Sandstreifen Brasiliens vorzuweisen. Also los. Erneut eine kleinere Wanderung von ebenfalls 7 bis 8 km, vorbei an anderen schönen Stränden und über 2 bis 3 Hügel an die zum offenen Ozean zugewandte Seite der Insel.

Der Breite aber auch lange Strand, angrenzend zum tropischen Wald, ist ziemlich abgeschieden aber sehr gut besucht. Logisch. Ist eines der Highlights auf der Insel.

Nach ein paar Stunden in der Sonne und ein zwei Bier brachen wir für den Rückweg auf. Aber nicht die komplette Strecke. Nur bis zum nächsten Strand von wo aus man mit einem Taxi-Boot zurück kann.

Bei dieser Bootsfahrt bekam ich die Bestätigung (nach dem Erlebnis in Kolumbien / Tayrona), dass ich wohl Angst vor Booten auf offener und welliger See habe. Zumindest bei kleinen Nussschalen.

Nass sind wir auch geworden.

Den letzten Tag verbrachten wir ebenfalls am Strand. Diesmal allerdings in der Nähe bzw. Nur ein paar Minuten von der Siedlung entfernt.

 


Paraty | Oder wo es leider nur geregnet hat

(vom 15.08.17 bis 19.08.17  –  Tag #337 bis #341)

 

Zurück aufs Festland, ebenfalls mit Easy Transfer, war unsere nächste Destination Paraty. Die Stadt gilt als die Kolonialstadt schlecht hin. Und sie ist es auch. In der verkehrsberuhigten Altstadt könnte man meinen man befindet sich im 17. Jahrhundert. Wenn man sich die Touristen und die ganzen Bekleidungsgeschäfte wegdenkt.

Leider hatten wir in Paraty wirklich kein Glück mit dem Wetter. Es regnete jeden Tag fast ununterbrochen. Uns blieben nur wenige trockene Spots um herumzuspazieren oder Einkäufe zu tätigen. Immerhin gab es um die Ecke von unserer Unterkunft ein extrem gutes Kilo-Restaurant.

Nach vier Nächten gings mit dem Bus weiter nach…..


São Paulo | Oder Tags, Graffitis und Murals

(vom 19.08.17 bis 22.08.17  –  Tag #341 bis #344)

 

Die größte Stadt Brasiliens liegt etwa 700m bis 800m über Meeresspiegel und war somit etwas Kühler als Rio und Umgebung. Etwas ist untertrieben. Wir mussten unsere Fleecejacken wieder rauskramen und in einer Nacht war es so kalt in unserem Zimmer, dass ich unter der Decke sogar mein Schlafsack-Inlay benutzt habe.

Regnerisch war es auch. Während einer Free-Walking-Tour durch die Stadtteile Pinheiros und Vila Mariana wurden wir Pitschnass und zogen uns auch eine kleine Erkältung zu. Hauptaugenmerk der Tour war Streetart verschiedenster Couleur. Grafittikunst, Tags und Werke von Muralisten. Wie z.B. Eduardo Kobra, dessen Talent wir bereits in Rio bestaunen durften.

 

Nach der Tour trafen wir uns, leider nur für ein paar Minuten, mit Maras Arbeitskollegin Ellen am Domestic Flughafen von São Paulo.

Am letzten Tag in São Paulo, in Brasilien und in Südamerika waren wir auf der Avenida Paulista spazieren, Bummeln und letzte Mitbringsel einkaufen. Leider, da Montag, konnten wir das weltbekannte Museu de Arte de Sāo Paulo (MASP) nur von Aussen sehen.

Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem besonderen Werk von Eduardo Kobra vorbei, welches Ayerton Senna gewidmet ist.

Am Abend war Mal wieder Packen angesagt.

Am kommenden Morgen wurden wir von Pedro, einem Uber Fahrer den wir zwei Tage zuvor kennengelernt hatten, am Hostel abgeholt und zum Internationalen Flughafen gefahren.

Dort hatten wir noch genügend Zeit im Dutyfree zu stöbern und vor Flugantritt zu Mittag zu essen und einen Kaffee zu trinken.

Und somit war unser Jahr auf Reisen nun wirklich fast am Ende. Good Bye Brasil. Good Bye America. Es ging zurück nach Europa, wo uns noch ein zwei Destinationen bleiben, um uns so langsam auf unser altes Leben wieder einzustellen.

 

 

 

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