die letzen tage. strand in koggala und sightseeing in galle

Auch dieser Urlaub ging langsam dem Ende zu. Aber es blieben uns noch 4 Übernachtungen. Angefixt von den wunderschönen Stränden in Tangalle zog es uns an einen weiteren Strand. Und zwar nach Koggala, etwa 1,5 Stunden Autofahrt Richtung Westen, der Südküste entlang.

Die Fahrt mit einem Privattaxi war sehr praktisch, denn so konnten wir unterwegs bei Belieben halten. Zum Beispiel an einem Aussichtsturm am Stadtrand von Tangalle, an einem Souvenirs-Laden oder an einem Shopping-Center in Matare, wo ich mich mit hochwertigen und günstigen Leinenhemden eindecken konnte.

Zudem machten wir halt am Buddhistischen Tempel von Devinuwara, wo wir die zwei Medizinstudentinnen aus Dresden wiedergetroffen haben (siehe Beitrag Ella), sowie an diversen Fisch-Ständen, wo uns der Fahrer die verschiedenen Konservierungs-/Trocknungsarten erläutern könnte.

In unserer Unterkunft am Strand bei Koggala angekommen war erstmal Lunchtime. Direkt angrenzend an unser Hotel gab es ein sehr nettes Restaurant welche von einem singhalesisch-britischem Paar geführt wurde. Das Curry war sehr lecker und anders – eben mit europäischem Einfluss.

Das Highlight beim Mittagessen war aber eine kleine süße Katze die von unseren Füßen angetan war.

Nach dem Mittagessen haben wir es uns einfach auf einer der breiten Strandliegen bequem gemacht und es uns mit Maracuja- und Ananassaft gut gehen lassen.

Wie auch schon in Tangalle war auch hier die Strömung zu stark und zu gefährlich um entspannt zu schwimmen. Zwei russische, männliche Touristen aus dem Nachbarhotel haben ihre Freundinnen oder Frauen in Angst und Schrecken versetzt, als sich die beiden zu weit Hinaus begaben und es dann fast nicht mehr ans Land zurück geschafft hätten. Mit letzter Kraft und Zurufen von den Einheimischen im richtigen Moment konnte ein Unglück abgewendet werden. Ins Meer gesprungen um die beiden zu retten ist und währe wohl auch keiner. Einfach zu Gefährlich. Also – mehr als sich abkühlen und nass machen war bei uns nicht drin.

Vor dem Abendessen konnten wir bei einem Strandspaziergang mal wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben. Traumhaft.

Und traumhaft ging es auch am nächsten morgen weiter. Frühstück direkt am Strand mit Blick aufs Wasser. Da will man gar nicht mehr vom Tisch aufstehen. Aber wir hatten doch ein Punkt auf unserer ToDo Liste. Wir wollten unbedingt die Stelzenfischer sehen. Diese fast vom aussterben bedrohte Art zu fischen und damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen ist ein alleinstellungsmerkmal entlang der Süd- und Südwestküste SriLankas.

Auf der Suche nach den Fischern sind wir den Strand entlang Richtung Osten bis es an einem 5 Sterne Hotel einfach nicht mehr weiter ging. Dort haben sich zwei Männer angeboten für uns auf den Stelzen die aus dem Wasser ragen zu fischen. Aber irgendwie war das nicht das was wir sehen wollten. Ein Touri-Nepp. Nicht Original. Also sind wir durch das sehr interessante Luxushotel, welches in einem ehemaligen Fort beheimatet ist, auf die Hauptstraße, um mit einem TukTuk zum nächsten Dorf zu fahren, wo angeblich Stick-Fisher bei der Arbeit wären.

So war es dann auch. Zwar immer noch nicht so originell wie wir es uns gewünscht hätten – aber immerhin. Klar. Die heutigen Fischer tragen auch Baseball-Caps und keine traditionellen Strohhüte mehr. Und ausreichend ergiebig zum Überleben ist diese Art von Fischerei heutzutage, zumindest zu dieser Jahreszeit (März), wohl auch nicht mehr. Die paar Fischer waren sehr gut organisiert. Wollte man Bilder machen musste man einen Mindestbetrag spenden. Erstmal fanden wir das doof – aber nach kurzer Überlegung haben wir doch gerne was gespendet und hoffen, dass wir damit einen Beitrag geleistet haben, dass diese Tradition überleben kann und dass die Fischer genügend einnehmen konnten, um deren Familien zu ernähren. Ein schönes Motiv haben sie uns allemal geboten.

Nach zwei Nächten in Koggala sind wir, entgegen der bisherigen Regel von mind. 4 Nächten an einem Ort, weiter nach Galle gefahren, um in der schönen, holländisch geprägten Festungsstadt mindestens zwei Nächte und Tage zu verbringen. Die Entfernung von Koggala zu Galle war nicht so groß. Somit konnten wir günstig mit dem TukTuk in die mit einem Unesco-Weltkulturerbe-Titel versehene Stadt fahren.

Seit ein zwei Tagen war es auch extrem heiß und schwül, was in der Kleinstadt noch mehr zu spüren war. Zum Glück hatten wir eine Klima im Zimmer.

Die Altstadt von Galle, welche sich auf einer Art Landzunge befindet, ist wirklich sehr schön. Schöne Häuser, interessante Läden und tolle Cafe´s. Trotz Hitze und Sonne war ein Erkundungs-Spaziergang unvermeidlich. Über die Festungsmauern hat man schöne Ausblicke aufs Mehr, auf die Umgebung am Festland und in die Gassen hinein.

Zum Abendessen sind wir zu Mama´s Restaurant. Angeblich das beste kleine Lokal in der Stadt. Die Mama ist auch bekannt für deren Kochkurse. Da hätten wir doch mal lieber hier einen Kurs besucht. Immerhin haben wir uns ein Buch mit den Rezepten von der Mama gekauft.

Am letzten kompletten Tag haben wir uns morgens mit Julian getroffen, den wir ja in Tangalle kennengelernt hatten, und waren auf dem Markt um Gewürze zu kaufen.

Anschließend gabs einen Café bis sich unsere Wege wieder trennten. Für uns ging es mit einem TukTuk an einen Strand wo man angeblich gut schwimmen kann. Konnte man auch. Allerdings hatte mir die Sonne einen Stich verpasst. Mir ging es gar nicht gut und wir mussten zurück ins Hotel. Schade. Dies am Tag vor der Abreise. 

Aber wir hatten ja noch einen halben bis dreiviertel Tag zur Verfügung. Durch die Sache mit dem Sonnenstich haben wir unseren Plan, mit dem Zug von Galle nach Colombo um dann mit Bus oder Taxi weiter zum Flughafen zu fahren, gecancelt und uns ein Shuttle-Service direkt an den Flughafen organisiert. Somit mussten wir nicht vor 16.00 Uhr losfahren.

Wir haben uns also an den kleinen, stark besuchten Stadtstrand unter einen Baum gelegt und die Einheimischen beobachtet. Zum Mittagessen sind wir wieder zu Mama´s, was sich sowieso in direkter Nähe befand. Den Rest der Zeit haben wir noch Mitbringsel und Souvenirs geshoppt und uns zum Abschluss in einem coolen Café ne leckere Limonade gegönnt.

Die Fahrt zum Flughafen war recht angenehm und easy.

Unser Aufenthalt in Koggala war vom 20. bis 22.  und in Galle vom 22. bis 24 März 2019

So. jetzt wollt ihr bestimmt wissen, wie uns SriLanka gefallen hat? Würden wir nochmal dorthin reisen?

Also gefallen hat uns das Land, die Leute, das Essen und die Natur extrem gut. Besser als erwartet. Im Vorfeld der Reise hatten wir mehr negative Meinungen gehört und erhalten als positive. Für unseren Geschmack und für die Art wie wir gerne reisen, nämlich teilweise spontan, recht individuell und nicht organisiert, ist Sri Lanka ein Traumland.

Die Angst, extrem überfüllte Transportmittel, dreckige Straßen, Flüsse etc. vorzufinden, (wie vielleicht teilweise aus Indien erzählt wird), hat sich nicht bewahrheitet. Ganz im Gegenteil. Natürlich sind die Städte in SriLanka, zumindest die meisten die wir gesehen haben, der reinste Verkehrschaos. Laut und überfüllt. Aber außerhalb der Städte ist alles sehr idyllisch.

Rein vom Land und von der Kultur her würden wir auch erneut nach Sri Lanka reisen. Im Norden und Osten waren wir ja nicht. Nach den Ereignissen an Ostern 19 wird dies aber wohl nicht in naher Zukunft sein. Aber es gibt ja auch andere tolle Ziele auf die wir uns freuen.


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