Rio Dulce. Oder wie man Weihnachten am Fluss verbringt!

Bereits in Flores haben wir für die bevorstehenden Feiertage und Heilig Abend eine für uns ansprechende Unterkunft vorgebucht. Ich wollte unbedingt mal in einem Baumhaus nächtigen aber dafür nicht zu viel Geld ausgeben. Naja es war so was ähnliches. Das Round-House befindet sich mitten auf dem Rio Dulce im Urwald. Um dorthin zu kommen mußten wir sehr früh aufstehen. Der Bus fuhr bereits um sechs Uhr morgens von Santa Elena aus Richtung Rio Dulce Stadt.

Dort angekommen haben wir erstmal Frühstück nachgeholt. Es war 11.00 Uhr. Gut in der Zeit sind wir entlang der ziemlich lebhaften Straße zum Bootsanleger, von wo aus die Lanchas über den Rio Dulce nach Livingston fahren und Touristen an den entsprechenden Lodges rauslassen. Doch wir waren zu früh – oder zu spät. Die nächste Lancha fuhr erst um 15.00 Uhr. Was machen mit über 3 Stunden. Durch den Tipp des Ticketverkäufers sind wir mit einem überfüllten Collectivo Minibus nach San Felipe, um das dortige Castillo de San Felipe de Lara zu besuchen. Die Festung am Fluss bzw. am Lago de Izabal wirkt von Außen sehr klein, doch birgt es im Inneren einige interessante Räume, welche über verwinkelte Gänge miteinander verbunden sind.

Wieder zurück in Rio Dulce Stadt ging es nach 15 bis 20 Minuten mit der Lancha auf den Fluss. Fahrzeit ca. 90 Minuten bis wir das Round-House, mitten im Urwald, erreicht hatten. Mit uns ist noch ein Pärchen aus Australien ausgestiegen. Wir wurden rumgeführt und es wurde uns ein Zimmer zugewiesen im Round-House. Tatsächlich Rund, fast komplett aus Holz, aber nicht wirklich ein Baumhaus.

Sofort kam man mit den anderen Gästen in Kontakt und ins Gespräch. Darunter ein Engländer, Carl,  der seit Ewigkeiten in Skandinavien wohnt, aber aktuell am Rio Dulce als Volunteer ein Projekt begleitet, eine Sardin, Marta sowie eine Dreiergruppe deutscher Mädels (Astrid, Laura und Verena) und noch weitere. Zu Abend gegessen wird im Round-House gemeinsam, und somit haben wir alle, nun nicht mehr ganz so Fremde, gemeinsam Weihnachten gefeiert.

Mit Laura und Astrid sind wir am nächsten Tag, den ersten Weihnachtsfeiertag, mit Doppelkayaks nach Livingston gepaddelt. Mara und ich haben erstmal ein paar Flussbiegungen gebraucht bis wir einen gemeinsamen Rhythmus gefunden hatten. Die beiden Mädels waren bereits Profis. Die Paddelei entlang der Schlucht des Rio Dulces hat einen riesen Spaß gemacht. Zudem hat das Wetter seine beste Seite gezeigt. Und das beste war – man  mußte nicht wieder flußaufwärts zurückpaddeln. Also konnte man sich in Livingston entspannt umschauen und gemeinsam was essen gehen. Um vier Uhr hat uns dann eine Lancha zurückgebracht. Zum Abschluss des tollen Tages waren wir noch mit den Mädels in der Sauna der Partner-Lodge des Round-House.

Danke nochmal an Euch Mädels. War ein echt schöner Tag mit Euch.

Den Zweiten Weihnachtstag haben wir entspannt und für Videoschneiden und für das Sortieren von Bildern genutzt. Es waren auch kaum mehr Leute da. Von den meisten hatten wir uns am Morgen verabschiedet. Lediglich Marta war noch  da.

Das dritte gemeinsame Abendessen haben wir wieder genossen. Haben uns mit den wenigen Gästen unterhalten und später für den morgigen Abreisetag – Ziel  Copán in Honduras – unsere Rucksäcke vorgepackt.

Das war unser Weihnachten. Ganz anders. Nicht mit Familie und Freunden. Dafür aber mit neuen Bekanntschaften und vielleicht künftigen neuen Freunden.

Wir empfehlen jeden der auf Reise in Mittelamerika ist Zeit in Guatemala zu verbringen.

Unser Aufenthalt am Rio Dulcé in Guatemala: Ankunft am 24. Dezember 2016 – Abreise am 27. Dezember 2016

 

 

2 Comments

  1. Wera

    Hey, gut, dass wir das Paddeln schon einmal geübt haben. Allerdings an einem viel schmaleren Fluss. Ihr seht fit und trainiert aus. Alle Achtung…Reisen scheint sportlich zu sein oder habt ihr ein Reisefitness-Orogramm? Viele Grüsse

    • vagabondiamo

      Hey. Wirklich sportlich würde ich uns nicht bezeichnen. Hauptsache Spaß dabei. Müssten aber mal wieder mehr Trekken.
      Grüße aus Léon

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