In&Um Mexico City. Oder wie bunt Totenverehrung sein kann!

Mexiko. Unsere erste Station nach den USA. Jetzt geht das Rucksackreisen erst richtig los. Kein Mietwagen sondern tatsächllich den Rucksack auch mal ein paar Meter (oder auch mehr) tragen. Spanisch statt Englisch. Und hoffentlich – fast sicher – besseres und abwechslungsreicheres Essen.

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Über AirBnb konnten wir ein wirklich schönes Zimmer mit eigenem Bad für wirklich wenig Geld, in einem schönen Appartment, in einem historischem Gebäude mitten in der Altstadt buchen. Schade nur, dass wir den Gastgeber, der uns zuvor per Email einige Tipps gegeben hat, nur einmal ganz kurz gesehen haben, da unser Gastgeber nebst seiner Partnerin bis Dienstag im Urlaub war.

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Unsere Ankunft in Mexiko-Stadt fiel genau in den „dia de los muertos“ Umzug, der an diesem Samstag, den 29.10.2016, stattfand (Die Feierlichkeiten haben sich bis zum 2. November gezogen). Das Taxi was uns zu unserer Unterkunft gebracht hat, mußte wegen des Umzugs einen größeren Umweg fahren. Sofort, nachdem wir die Unterkunft erreicht hatten, haben wir uns fertig gemacht, um noch etwas vom Umzug mitzubekommen. Da waren so viele Menschen, teils verkleidet teils nicht, auf der Straße und haben gefeiert und gelacht. Sobald ein neuer Wagen mit einem riesigen Totenkopf vorbeifuhr, wurde dieser herzlich begrüßt und mit Applaus begleitet. Wir sind dann dem Zug bis zum Zocalo hinterhergelaufen (hat auch eine Weile gedauert) um dann später in einem wunderschönen Restaurant, direkt am Zocalo, zu speisen. Sehr lecker.

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Im Grunde haben wir mit dem Ankuftstag zwei bis zweieinhalb Tage nur damit verbracht das historische Zentrum und die daran angrenzenden Stadtteile zu erkunden. Alles noch zu Fuß.

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Der Sonntag war besonders angenehm. Ausgeschalfen sind wir wieder los, die Nachbarschaft weiter zu erkunden. Durch die Feierlichkeiten gab es an jeder Ecke der Altstadt was zusehen und zu hören. Livemusik, eine Hochzeit, Tanzeinlagen und vieles mehr. Alles unter dem Motto Todenkult. Viele Museen und Kulturhäuser hatten generell auf und jeder konnte hinein. Sogar bummeln konnte man nebenher. Überall boten Verkäufer bemalte Totenköpfe oder Tshirts mit entprechenden Prints an.

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Am Montag haben wir uns dann schon mal in weitere Gefilde begeben. Alles, zumindest der Hinweg, immernoch zu Fuß. Wir sind auf die Torre Latina, Mexikos höchstes Haus, um von der Plattform die nächsten Ziele vorab von oben zu sehen. Vorbei am Palacio de Bellas Artes in den Stadtteil San Juan, wo wir einen ziemlich verlassenen Kunsthandwerksmarkt und danach einen Nahrungsmittelmarkt besucht haben.

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Weiter gings zum nächsten Kunsthandwerksmarkt im nächsten Stadtteil La Cuitadella. Hier haben wir auch eine Souvenir gegönnt. Eigendtliches Ziel war die Biblioteca Mexico angrenzend an den Markt. Dort haben wir nach Besuch der Bibliothek an einem Tacco-Stand lecker zu (verspätetem) Mittag gegessen.

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Gegend Abend sind wir am Paseo de la Reforma entlang bis zum El Angel, der bekannten Engelsstatue der Stadt. Für den Rückweg haben wir zum ersten mal die U-Bahn genommen. Da es die wohl günstigste U-Bahn der Welt ist – 5 Peso pro Fahrt (ca. 25 €-Cent) überall hin – sind die Wagons zu fast allen Tageszeiten sehr voll. Die ersten 2 bis vier Wägen sind daher nur für Frauen und Kinder reserviert. Man kommt ziemlich leicht zurecht. Jede Linie hat eine andere Farbe und jede Station hat ein eigenes Zeichen/Piktogramm. Da kann man nichts falsch machen.

Am Dienstag sind wir mal ein paar Stationen und Stadtteile weiter raus gefahren. Genauer gesagt nach Coyoacan wo sich das Wohnhaus und jetzige Museum von Frida Kahlo , das Blaue Haus, befindet. Die Schlange vor dem Eingang ging doppelt bis fast zur nächsten Straßenecke. Zwei Stunden standen wir, bis wir hineinkonnten. Das Durchlaufen der einzelenen Räume und das besichtigen der Bilder war für uns gar nicht so interessant. Zudem waren dazu einfach zu viele Menschen im Museum. Viel interessanter fanden wir das Haus selbst mit seinem wunderschönen Garten im Innenhof.

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Der Besuch einer Wrestling-Veranstaltung darf beim Mexiko-City Aufenthalt nicht fehlen. Wir hatten uns bereits am Tag zuvor Tickets für die Lucha Libre am Dienstag besorgt. Aus der siebten Reihe konnten wir die teilweise lustige Show aus nächster Nähe genießen.

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Für unseren letzen ganzen Tag in der Stadt haben wir uns dann doch noch etwas mehr vorgenommen. Sind einigermaßen früh zum Busbahnhof gefahren, um von dort nach Teotihuacán, einer der bedeutensten und weitläufigsten Tempelanlagen Amerikas, weiterzufahren. Die Sonnenpyramide ist die drittgrößte der Welt (größte ist die Cheopspyramide in Gizeh). Die Anlage ist ziemlich weitläufig.

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Am frühen Nachmittag sind wir zurückgefahren und mit der U-Bahn zur Univeristät gefahren um die dortige, weltbekannte Bibliothek zu besuchen. Leider fuhren wegen der Feiertage keine Busse innerhalb des Uni-Geländes. Entsprechend der Größe der Stadt, könnt Ihr euch die Größe der Uni ausdenken. Allein diese ist so groß wie Karlsruhe (so kam es uns irgendwie vor). Daher mußten wir ein paar Kilometer laufen.img_20161102_155313904-copy p1180693-copy

Nach Mexico-Satdt sind wir mit dem Bus eine Stunde nach Puebla gefahren. Eingendlich noch im Speckgürtel der Hauptstadt hat Puebla aber selbst 1,5 Millionen Einwohner und ist bekannt für die größte Volkswagenfabrik außerhalb Deutschlands und der Cathedrale mit den höchsten Türmen Mexikos.

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Cholula, die Nachbargemeinde Pueblas welche 20 Busminuten davon entfernt ist, haben wir am zweiten Tag besucht. Hier steht die zweitgrößte Pyramide der Welt. Wenn man sie denn noch erkennt, denn sie sieht aus wie ein Hügel, auf dem die spanischen Eroberer eine Kirche gebaut haben. Tatsächlich kann man an einer Seite noch Ausgrabungen der umliegenden Gebäude besichtigen und an einer Seite der Pyramide wurde ein Teil der Treppenalage wieder hergerichtet. Viel interessanter war aber der Eingang zu den Ausgrabungen, der einen durch die Pyramide und dessen alte Gänge führt.

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Nach zwei Tagen in Puebla und Cholula haben wir die Gegend um Mexiko-Stadt verlassen und uns nach Oaxaca und dessen Bundestaat begeben.

Unser Aufenthalt in Mexico-City: Ankunft 29. Oktober 2016 – Abreise 03. November 2016

Unser Aufenthalt in Puebla und Cholula: Ankunft 03. November 2016 – Abreise 05.November 2016

 

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