israel 2018_teil 2_der norden

Raus aus dem pulsierenden TelAviv war unser Erstes Ziel, mit unserem Mietwagen, die Hafenstadt Haifa, gerade mal  60 bis 70 Minuten Autofahrt Richtung Norden.

Da wir um die Mittagszeit ankamen und auch zu früh zum Einchecken waren, sind wir direkt los zur wohl wichtigsten Sehenswürdigkeit der Stadt- den hängenden Gärten von Bahá’i.

Die Bahá’i ist eine Religion mit 8 Millionen Anhängern mit Ursprung im Iran. Mitten in den Gärten steht der Schrein des Bab (Bab ist der Religionsstifter des Babismus), den man leider nicht besuchen konnte. Auch die Gärten selbst konnten nur teilweise besichtigt werden und dafür musste man ein paar Stufen in Kauf nehmen. Natürlich abseits der prächtigen Gärten. Ein paar schöne Bilder sind uns trotzdem geglückt.

In unmittelbarer Nähe des unteren Einganges zur Gartenanlage befindet sich die “German Colony”. Die Hauptstrasse der mittlerweile wieder hergerichteten Siedlung beherbergt Restaurants und Cafés und ist schön anzuschauen. Ideal für unseren knurrenden Magen.

Im Anschluss sind wir noch zum Hafen gelaufen wo ein riesiges Kornsilo zu bestaunen ist. Mittlerweile war es auch schon später Nachmittag und wir sind in unsere Unterkunft gefahren. Viel mehr haben wir an diesem Tag nicht mehr gemacht.

Nach nur einer Nacht in Haifa ging’s 20 km weiter nördlich nach Akko um dessen mittelalterliche arabische Altstadt auf einer Halbinsel zu besuchen.

Die Unterschiede zu Tel Aviv und Haifa sind enorm. Wüsste man es nicht, würde man meinen man wäre auf der anderen Seite der dort naheliegenden Grenze zum Libanon. Aber eines muss ich sagen – der Muezzin in Jaffa sang viel schöner als der in Akko.

Nach einem Besuch der Moschee, einem Spaziergang entlang der Festungsmauern zum Wasser hin,  einen Rundgang durch die Basare und den Suk’s (inkl. Orientierungsverlust) und nach einem Mittagsessen (Falafel-Pita) sind wir weiter gefahren. Nach Galiläa. Vorbei an Nazareth, was wir links oder rechts haben liegen lassen, sind wir  auf den Berg Tabor (wegen der Aussicht) gefahren, wo sich ein Franziskaner-Kloster befindet. Klar. Die Aussicht ist natürlich ebenfalls ein Faktor gewesen.

Dann gings weiter nach Tiberias, der größten Stadt am See Genezareth.

Schön ist Tiberias nicht, doch ideal für Ausflüge um den See herum sowie als Ausgangspunkt zur Erkundung der Golanhöhen, welche 1967 von Israel annektiert wurden. Diese Annektierung der ehemals syrischen Gebiete ist aber heute immer noch nicht von den meisten Staaten anerkannt und somit ist die Region immer noch ein Brennpunkt.

Eigentlich blieb uns nur der Dienstag 05.06.18 um die Provinz Galiläa, die Golanhöhen und den See Genezareth zu erkunden. Mit keinem so richtigen Plan sind wir losgefahren. Nicht immer waren unsere Ziele bei diesem Ausflug ein Erfolg, obwohl jede Ausfahrt/Gabelung irgendeine Sehenswürdigkeit verspricht. Aber wir sind auch nicht leer ausgegangen.Erstmal sind wir im Uhrzeigersinn um den See gefahren mit erstem Halt in Ginnosar, einem Badestrand am biblischen See. Weiter ging es nach Kapernaum zur Apostelkirche und dessen Park mit mehreren wunderschönen Pfauen. Angeblich war Kapernaum der Wohnsitz von Petrus. 

An der nächsten Kreuzung verließen wir die Uferstraße Richtung Norden. Richtung Golan. Unser Ziel war ein Aussichtspunkt an der syrischen Grenze, bei dem man den Grenzverlauf verfolgen und eine syrische Geisterstadt erkennen konnte. Auf dem in unmittelbarer Nähe sich befindenden Berg Bental konnte man eine ehemalige Bunker- und Kontrollanlage der israelischen Armee besuchen. Ehemalig deswegen, da auf dem Nachbarhügel eine neuere, modernere Kaserne diesen Stützpunkt wohl ersetzt hat. Aber die UN benutzt den Aussichtspunkt weiterhin. Naja. Damaskus ist von dort aus grad mal 50- 60 km entfernt!

In Qatsrin, eine in Form eines Schmetterlings entworfene Planstadt (Stand heute ist nur eine Hälfte des Schmetterlings errichtet), hielten wir zum Mittag um dann die Golanhöhen wieder Richtung See Genezareth zu verlassen. Direkt an der ersten Kreuzung der Uferstraße des Sees hielten wir an einem Badeort um zu baden. Naja. Nicht unbedingt der Traumstrand.  Zumindest von Nahem.

Auf dem Weg zurück nach Tiberias hielten wir noch einmal in HaOn, einem wohl sehr sehr beliebtem und tatsächlich wunderschönen Strand.

Was uns sehr überrascht hat bzw. was man gar nicht mit Israel in Verbindung gebracht hätte sind Bananen. In den zwei bis drei Tagen hier im Norden fuhr man an unzähligen Zeltkonstruktionen mit Bananenplantagen vorbei.

Im Hostel wieder angekommen gönnten wir uns ein Bier auf der Dachterrasse und zum Abendessen gab es St.Peter-Fisch.

Auf den Weg nach Jerusalem stand noch eine Ausgrabungsstätte, Beit She’an, ca.20 Kilometer von Tiberias entfernt, auf dem Plan.

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Von dort ging es dann weiter, durch das Westjordanland, den Westbanks, Richtung Jerusalem


  

 

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