israel 2018_teil 1_tel aviv-jaffa

Vier Stunden mit Ryanair zu fliegen, der sogenannten Holzklasse, sind schon ein wenig ungemütlich. Bisher sind wir mit Low-Cost-Carrierern max. 2 Stunden geflogen. Aber ist nur halb so schlimm. Irgendwann ist man gelandet – zwar holprig – aber dann spürt man den Schmerz in den Gesäßbacken schon nicht mehr. Welcome to TelAviv-Jaffa.

Wir wussten zwar dass Hebräisch was ganz anderes ist als die uns bekannten angelsächsischen und lateinischen Sprachen aus Europa und dem Amerikanischen Kontinent, doch ist man erstmal erschrocken auch darüber, dass alles in Hebräisch geschrieben steht. Klar. Am Flughafen steht noch alles auch auf Englisch. Aber in der Stadt, zumindest in Stadtteil Florentin, ist alles in hebräischer Schrift geschrieben. Zum Beispiel auch die Munükarte in dem Humus Lokal, wo wir uns ein spätes Mittagessen (oder eben ein frühes Abendessen) gegönnt haben.

Aber mit Englisch kommt man sehr weit. Scheinbar kann jeder Israeli, ob jung oder alt, Englisch.

 

Nach genanntem Mittagessen sind wir Richtung Strand gelaufen und zufällig fanden wir uns mittendrin im Foodfestival von TelAviv. Dem “Eat TelAviv”. Gegessen haben wir nichts mehr. Dafür aber leicht überteuertes Bier getrunken (eigentlich ist bis auf wenige Ausnahmen alles teuer in Tel Aviv – aber dazu später mehr), den Musik-Bands zugehört und den Sonnenuntergang genossen. Ein schöner Abschluss für den ersten Urlaubstag.

 

Für TelAviv-Jaffa hatten wir erstmal 4 Übernachtungen eingeplant und bereits von Deutschland aus die AirBnb Unterkunft im hippen  Stadtteil Florentin gebucht. Sprich drei volle Tage Zeit um Israels zweitgrößte und wohl lebendigste Stadt zu erkunden. In der Stadt die niemals ruht (ein wenig von New York abgekupfert) gibt es keine so typischen Sehenswürdigkeiten wie die Klagemauer in Jerusalem, das  Kolosseum in Rom oder den Eiffelturm in Paris, wo Heerscharen von Touristen hinpilgern, um obligatorische Fotos zu machen. Wenn, dann kann man nur die Altstadt von Jaffa als solch ein Touriziel ansehen. Da kann man schön durch die antiken Gassen schlendern, am Hafen entlang flanieren und über den bekannten Flohmarkt von Jaffa laufen.

TelAviv ist 1909 als Stadtteil von eben genannten Jaffa entstanden und ist in den darauffolgenden 40 Jahren so schnell und groß gewachsen, dass 1950 die beiden “Stadtteile” zu TelAviv-Jaffa vereint worden.

Durch die Flucht vieler hebräischer Künstler, Architekten und Stadtplaner in den 20er und 30er Jahren sind die unzähligen Bauhaus Werke in TelAviv entstanden, wofür die Stadt berühmt ist und ihren Spitznamen “die weiße Stadt” erhielt. Viele dieser Bauwerke sind heute leider in einem  sehr desolaten Zustand. Glücklicherweise ist man sich mittlerweile in TelAviv über das architektonische und kulturelle Erbe bewusst, so dass man längst begonnen hat die Gebäude fachgerecht zu sanieren und entsprechend wieder zu nutzen.

Was TelAviv-Jaffa aber in jedem Fall auch zu bieten hat sind Strände. Und zwar kilometerlange, infrastrukturell hochwertige und saubere Strandabschnitte. Ähnlich wie zum Beispiel in Rio de Janeiro Ipanema oder die Copacabana. Anders ist nur, dass es hier überhaupt keine Verkäufer gibt, die einen im Minutentakt nerven. Dafür aber befindet man sich zu jeder Tages und Nachzeit in einer Dunstwolke aus Gras.

Nach vier Nächten und drei vollen Tagen haben wir uns von Tamar verabschiedet und sind los um unser Mietwagen abzuholen. Jetzt beginnt die Rundreise. Erstes Ziel. Haifa.

zum 2. teil „_der norden israels“ gehts hier lang!


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