Rom und Sizilien. Oder der Urlaub vom Urlaub!

Unseren Rückflug von Sao Paulo nach Rom hatten wir ja bereits noch vor Weihnachten 2016 gebucht. Der Preis war einfach unschlagbar und nach Rom wollten wir ja schon immer mal.

Der Transatlantikflug war recht angenehm. Es ging am frühen Nachmittag um 14.30 Uhr los und nach 8 Flugstunden waren wir um 05.30 Uhr zum Zwischenstopp in Lissabon. In Rom waren wir dann so um 10.00 Uhr. Mit dem Leonardoexpress ging es in die Stadt wo uns erstmal das chaotische Nahverkehrssystem empfing. Metro-Komplettausfall. Naja. Mit Schienenersatzverkehr erreichten wir  unsere Unterkunft doch noch recht einfach und von da an brauchten wir in Rom eh keine Verkehrsmittel mehr.

Direkt nach der nötigen Dusche sind wir zu Fuß los. Piazza Popolo, die Spanische Treppe, der Trevibrunnen und das Pantheon waren von unserem Standort leicht zu erreichen. Alles Fußläufig in wenigen Minuten. Zwischen den Besuchen der oben genannten Attraktionen in der Altstadt stillten wir unseren Hunger mit lecker Nudeln. Davor und danach gönnten wir uns ein Eis. Eine extrem gute Eisdiele befand sich direkt unter unserem Bed & Breakfast.

Wir sind nicht zu spät aber auch nicht zu früh ins Bett. Ideal. Probleme mit Jetlag hatten wir daher am nächsten Tag glücklicherweise nicht.

Am Zweiten Tag ging es, nach einem Eis als Frühstück, zuerst entlang der Via del Corso zur Piazza Venezia, welche geprägt wird vom Monument für Vittorio Emanuele II. Das der Gründung Italiens gewidmete Gebäude besitzt unglaubliche Dimensionen und eine Menge Treppenstufen, welche bei der Hitze im August zu Schweißausbrüchen führte.

Von dort ging es weiter zum Kolosseum, eines der 7 neuen Weltwunder. Somit haben wir jetzt schon 4 davon gesehen (Chichen Itza, Machu Picchu, Cristo Redentor und eben das Kolloseum). Ausgestattet mit dem Roma-Pass (welcher sich im Nachhinein für uns nicht wirklich gelohnt hat) konnten wir kostenlos und ohne anzustehen die Arena besuchen. Da war schon einiges los. Wir glauben aber, dass es zu anderen Monaten noch viel schlimmer ist. Also alles richtig gemacht.

Nachdem wir auf jeder Ebene waren, die Ausstellung besuchten und das über 2000 Jahre alte Meisterwerk bestaunt hatten sind wir raus, um mit dem Forum Romanum weiterzumachen. Hier wünschte man sich etwas mehr Zeit. Das Areal ist riesig und es gibt einfach viel zu viele Tempel, Foren und Gebäude die es wert sind, näher betrachtet zu werden. Das gilt übrigens für die ganze Altstadt. Säulen, Kapitelle und Architrave findet man überall in der Stadt verteilt. Auch ohne das Forum Romanum oder andere kostenpflichtige Attraktionen zu besuchen.

Der nächste Tag stand im Zeichen des Vatikans. Vom Bed & Breakfast aus war die Engelsburg und der Petersdom ebenfalls sehr nahe und fußläufig zu erreichen. Sobald der Hauptsitz der katholischen Kirche in Sicht kam wurde man direkt von Touranbietern und Verkäufern belagert. Diese wollten einem Skip the Line Tickets oder Touren für den Petersdom, die Vatikanischen Museen oder beides verkaufen und begründeten dies mit Wartezeiten über 3 Stunden. Für die Museen haben wir uns breitschlagen lassen und einen Aufschlag von 10 € auf den Eintritt bezahlt, um später am Tag dort nicht anzustehen. Die Schlange am Petersdom war sichtbar nicht so lange, dass sich überteuerte Sondereintritte gelohnt hätten und es hat auch gerade mal 30 Minuten gedauert.

Zuerst sind wir durch die Kuppel des Doms auf den Aussichtspunkt. Das Treppensteigen hat sich gelohnt. Auch von oben ist die Vatikanstadt interessant anzusehen.

Der Innenraum der wohl bedeutendsten und einer der größten Kirchen der christlichen Welt ist extrem imposant. Teilweise pompös und vielleicht auch verschwenderisch. Große Augen macht man in jedem Fall und Respekt vor den Erbauern und den beteiligten Künstlern bekommt man.

Vor dem nächsten Highlight stand erst mal Mittagessen auf dem Programm. Gerade mal ein paar Schritte vom Petersplatz entfernt. Gestärkt sind wir mit einem Eis in der Hand zu den Vatikanischen Museen gelaufen. Wie auch schon beim Roma Pass, hat sich die Skip the Line Option nicht gelohnt, da es kaum eine Schlange gab. Bedeutet aber nicht, dass nur wir im Museum rumliefen. Im Gegenteil. Die Gänge, Abschnitte und Abteilungen waren proppenvoll. Die Sixtinische Kapelle war so überfüllt, dass wir lediglich einmal hindurchgelaufen sind.

Ein Tag Vatikan hat uns gereicht. Zurück im Zimmer haben wir uns ausgeruht und frisch gemacht um ein paar Straßen weiter esseAm Abend gab es eine leckere Pizza. Überrascht waren wir allgemein über die Preise. Wir dachten ja Rom wird teuer. Doch dem war nicht so. Im Grunde war Rom günstiger als alles in Brasilien. Selbst Mittagessen im Zentrum, wenige Schritte von der Spanischen Treppe war nicht erheblich teuerer als im Aposto am Ludwigsplatz in Karlsruhe.

Unseren letzten vollen Tag in Rom sind wir wieder viel gelaufen. Am Tiber entlang. Erstmal bis zum Circus Maximus. Viel sieht man ja davon nicht mehr. Aber die Dimensionen werden einem Bewußt wenn man durchläuft oder drumherum.

Noch ein paar hundert Meter weiter, an der Via Appia entlang erreichten wir die Caracalla Thermen. Hier konnten wir unser Roma Pass zum zweiten mal benutzen und kostenlos hinein. Auch hier sind die Dimensionen unglaublich. Diese 2000 Jahre alte Spa-Anlage besaß damals schon fast alles, oder noch mehr, was heute wichtig ist. Das Europabad ist dagegen ein Witz.

Der Rest des Nachmittages waren wir Bummeln in der Via del Corso.

 

Rom war nicht unsere letzte Station. Nein. Schon vor Beginn unserer Reise war die Idee entstanden, zum Abschluss nach Sizilien zu fliegen. Meine (Salvos) Großeltern und Verwandte hatten wir ja nun 2 Jahre nicht gesehen und einen entspannteren Abschluss konnten wir uns nicht vorstellen. Sozusagen Urlaub vom Urlaub.

Mit einem Shuttle-Bus fuhren wir zum Flughafen Leonardo Da Vinci und mit einem Alitalia Flieger ging nach Trapani. Von dort sind wir mit dem Mietwagen nach Ragusa gefahren, wo wir noch 2 Tage verbrachten, bevor es zu unserer Familie ging.

Normalerweise unternehmen wir in Sizilien sehr viel während unserer normalen Urlaube. Diesmal waren wir wohl müde und hatten nach einem Jahr auf Achse einfach keine Kraft und Lust mehr. Unser Fotoapparat war während der 10 Tage Sizilien fast ununterbrochen in der Kameratasche.

Die meiste Zeit haben wir mit meinen (Salvos) Eltern, Großeltern und Verwandten verbracht. Waren fast jeden Tag am Strand und haben uns bekochen lassen.

An einem Morgen haben wir selbst Tomatensoße gemacht (die wir mittlerweile auch schon in Deutschland genutzt haben) und wir waren traditionsgemäß einmal in der Baracca zum Abendessen.

Nach etwas mehr als einer Woche mussten wir uns von den Großeltern, Tanten und Cousinen verabschieden um zurück nach Trapani zu fahren. Am 06. September flogen wir zurück nach Karlsruhe und nach 359 Tagen, fast genau eine Jahr, war somit unser Sabbatjahr vorüber.

Mittlerweile, während wir diesen Beitrag hier schrieben, sind wir schon seit mehr als drei Wochen wieder zurück, waren auch schon zwei Wochen arbeiten und sind in unserer Wohnung wieder eingerichtet und angekommen.

 

Wir waren vom 23.08. bis 27.08.2017 in Rom (Tag #345 bis #349), vom 27.08. bis 29.08. in Ragusa (Tag #349 bis #351) und in Capo d´Orlando/Castell´Umberto vom 29.08. bis 05.09.2017 (Tag #351 bis #358). Am 06.09.2017 sind wir von Trapani nach Karlsruhe geflogen (Tag #359)

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.