Iguazu & Iguaçu. Oder die Grenze zwischen Argentinien und Brasilien!

Ab zum Flughafen in Buenos Aires und in die Sonne. Destination Puerto de Iguazu in Argentinien.

Soo ne lange Schlange beim Check in hatten wir bis dato noch nicht gesehen aber was solls wir waren ja früh genug am Stadt-Flughafen und hatten dementsprechend keine Eile.

Irgendwie hatte die Fluggesellschaft aber vergessen uns Sitze zuzuweisen, sodass wir die letzten Passagiere waren die einsteigen durften. Zumal noch das ganze Boardingsystem des Flughafens ausgefallen war und das Gate noch in den letzten Sekunden vor dem Boarding geändert wurde. Das Chaos war somit perfekt und vorprogrammiert.

Egal letztendlich saßen wir im Flieger und sind dann auch endlich in Puerto Iguazu angekommen.

T-Shirt Wetter begrüßte uns, obwohl es auch schon später Nachmittag war.

Ab zu unserer Unterkunft und in die Stadt was essen. Denn schon am nächsten Tag sollte es zu den Iguazu Wasserfällen gehen.

Lustiger Weise waren zeitgleich auch Pipps und Ross gerade in Puerto Iguazu angekommen. Das britische Pärchen hatten wir in Quito in Ecuador kennengelernt.

Also war klar, dass wir uns am nächsten Tag für die Besichtigung der Iguazu Wasserfälle verabredeten.

Um halb neun gings dann mit dem Bus zum Nationalpark. Nach langer Zeit gab es mal wieder eine Touristen Attraktion die ohne Guide zu erkunden war.

Als wir ankamen wussten wir warum. Man fühlte sich eher so wie in einem Freizeitpark. Mehr oder weniger geteerte Gehwege leiteten uns zur Haltestelle des Zuges, der als Transportmittel zwischen den einzelnen Attraktionen fungierte.

Aufgestiegen und los gings.

Der erste Stopp führte uns zu dem Lower Roundway. Ein Rundweg der sich an den unteren Wasserfällen der Iguazu Wasserfälle entlang schlängelt. Über Riffelblech Stege gelangten wir zu den ersten Aussichtspunkten. Sooo viel Wasser auf einmal hatten wir bis dato nicht gesehen. Es sollte allerdings noch etwas nasser werden.

Wir hatten uns entschlossen gleich auf die kleine Isla San Martin zu fahren bevor die ganz großen Gruppen die gleiche Idee haben würden. Also ein paar viele Treppenstufen später (hinunter) standen wir am Flussufer und warteten auf das Bötchen was uns innerhalb von fünf Minuten auf die Insel fahren sollte. Dort angekommen begrüßten uns wieder einmal Stufen, die es zu erklimmen galt. Oben angekommen konnte man einen der größten der Wasserfälle ganz nah bewundern, kleine Dusche inklusive.

Weiter gings dann mit dem Devilswalk. Da die Schlange für den Zug so unfassbar lang war liefen wie die knappen zwei Kilometer, an den Schienen entlang, zu dieser nächsten Attraktion.

Das tolle hieran war, dass man tatsächlich über einen Stahlsteg lief und unter einem das Wasser durch schoss.

Je nach Windintensität und Windrichtung wurde man auch hier richtig nass.

Menschenmassen drengten sich dann auf den Aussichtsplattformen, sodass wir recht schnell das Weite suchten. Ihr werdet euch vielleicht wundern aber nein wir sind nicht mit einem Boot direkt in einen der Wasserfälle gefahren. Das war uns dann doch etwas zu teuer mit dem Eintritt zusammen.

Wieder zu Fuß zurück und dann im Anschluss noch den den Higher Roundway gelaufen. Alles in allem waren die Wasserfälle auf der argentinischen Seite gigantisch. Mal sehen was Brasilien so zu bieten hat.

Am nächsten Tag gings mit dem Bus Richtung Grenze. Von Puerto Iguazu nach Foz do Iguaçu. Von Argentinien nach Brasilien. Nicht wirklich weit aber es hat eine Ewigkeit gedauert. Zum Einen war der Bus total überfüllt. Es gab sogar ein Drehkreuz hinter dem Fahrer, sodass jeder mit Gepäck Probleme hatte überhaupt in den Bus zu kommen. Zum Anderen hatten wir uns wohl eine Busgesellschaft ausgesucht die nur jede Stunde fährt.

Im Prinzip war der Grenzübergang mit einer von den schnelleren. Ausreisestempel in Argentinien abgeholt zurück in den Bus weiter zum Einreisepunkt in Brasilien um auch dort einen Stempel zu erhalten. Und dann auf den nächsten Bus warten, denn der mit dem wir gefahren waren fuhr direkt weiter und wartete nicht auf uns.

Geschlagene 1 1/2 Stunden später sind wir mit einem anderen Busunternehmen weitergefahren, da sich kein weiterer von unserer Gesellschaft blicken ließ.

Dem Nachmittag widmeten wir uns dem Geld-Abheben und der aller wichtigsten Sache auf der ganzen Reise: dem Suchen und Finden von Hawaiianas für Salvo. Bereits in den USA waren die mitgebrachten Hawaiianas mit Löchern versehen in die Tonne gewandert. Seit dem waren wir mal mehr mal weniger auf der Suche nach Hawaiianas (nicht die Flip Flops, die gibts wirklich überall). Wir suchten die, die so aussehen wie Espandrills aber dadurch, dass sie eine Kunststoffsohle haben nicht so empfindlich sind.

Also auf in den ersten Hawaiianas Laden und tataaaa: Salvo hat endlich wieder ein Paar neue Schuhe (mittlerweile schon zwei Paar)!

Mit gutem Frühstück gings dann den nächsten Tag mit dem Bus zum Nationalpark. Etwas zu früh für Pipps und Ross wie sich herausstellte. Wir hatten uns auch hier wieder mit den beiden verabredet. Sie hatten verschlafen und kamen dementsprechend etwas später.

Hier gings mit dem Bus zu den Wasserfällen. Es war zwar alles super organisiert aber auch super überfüllt. Die brasilianische Seite der Iguazu Wasserfälle ist etwas kleiner dafür hat man einen gigantischen Panoramablick auf die Wasserfälle.

Wir schlichen nur so die gekennzeichnet Wege entlang, da diese so voll waren. Es war halt Samstag und zudem wohl noch Ferienzeit bei den Argentiniern. Ja auch die schauen sich die brasilianische Seite an. Auch hier konnte man auf einem Steg bis ganz an den Rand des Teufelsschlund laufen, dem wohl spektakulärsten Abschnitt. Auch hier war eine Wasserdusche inklusive.

Alles in allem auch super beeindruckend, aber leider durch die Menschenmassen auf kleinerer Fläche etwas stressig. Aber dennoch gigantisch. Wir sind froh gewesen, dass wir beide Seiten besucht haben.

Nach dem Nationalpark gings für uns weiter zum nahegelegenen Vogelpark. Einer der größten in Südamerika. Hier werden kranke, misshandelte und von Verkehrsunfällen angeschlagene Tiere wieder aufgepeppelt. Es wird außerdem versucht einige Vögel wieder auszwildern oder ihnen wenigsten in einem geschützten Dschungelgebiet einen sicheren Lebensraum zu geben.

Es gibt hier auch Zuchtprogramme, die sich um gefährdete Arten kümmert. Alles in allem erschien uns dieser Vogelpark mit so einem Hintergrund es wert zu sein, den Eintritt zu bezahlen und seine Projekte zu unterstützen, aber auch in Kauf zu nehmen, dass einige Vögel ihr ganzen Leben in großen Volieren verbringen würden.

Den nächsten Tag ließen wir es recht ruhig angehen. Unsere Flüge (über Sao Paulo) nach Brasilia sollten erst um 19 Uhr gehen, sodass wir noch gemütlich Frühstücken und Mittagessen, Bilder sortieren und etwas schreiben konnten, bis uns der Besitzer unserer Unterkunft zum Flughafen fuhr.

Auf nach Brasilia.

 

Wir erreichten per Flug aus Buenos Aires  Puerto Iguazu (Argentinien) am 12. Juli, überquerten die Grenze zu Brasilien und nach Foz do Iguaçu am 14. Juli und blieben bis zum 16. Juli.  (Tag #303 bis #307)

(Hier gehts zur Übersicht der Route)

 

    

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