Essen Südamerika. Von Kolumbien über die Anden bis Argentinien

Ach herje. Wir haben ja schon ewig kein Food-Beitrag mehr gepostet. Schon seit Nicaragua! Das heisst aber nicht dass wir nach Mittelamerika schlecht, oder schlimmer noch, gar nichts gegessen haben. Ganz im Gegenteil! Daher wollen wir hiermit endlich diesen Beitrag posten, den wir auch schon seit Wochen mitschleppen, und euch damit die kulinarischen Eindrücke und Erfahrungen, seit unserem Eintritt in den südlichen der beiden amerikanischen Kontinente, erläutern.

 

 

Zuersteinmal Allgemein. Was war anders nach dem Verlassen von Mittelamerika?

Schlagartig vermisst man ein Hauptbestandteil eines jeden Gerichtes in Zentralamerika. Bohnen! Mit Ausnahmen, natürlich, verschwand die beliebte Beilage von den Tellern. Ersetzt wurde sie weitestgehend von Kartoffeln, meist in Form von Pommes oder Puree. Eher selten wurden einem Linsen oder andere Hülsenfrüchte gereicht.

Reis als Beilage, oder auch als Hauptgericht, waren weiterhin sehr beliebt und meist das Hauptnahrungsmittel.

Was ab Kolumbien auf dem Tisch nicht mehr wegzudenken war, waren scharfe Soßen, auch Aji genannt. Mal sehr scharf. Mal angenehm erfrischend. Fruchtig, Mal so lala. Meistens aber lecker und willkommen. Vor allem in Kombination mit den leckeren Suppen, die es ebenfalls seit dem Kontinentenwechsel bei den sogenannten Almuerzo´s (Mittagsmenü) dazugab. Dabei spielte die Temperatur keine Rolle. Suppen gab es sowohl an der kolumbianischen Karibikküste sowie bei 4.000 m Höhe in den peruanischen Anden. Also sowohl bei warmen als auch bei kaltem Wetter.

Länderspeziefische Unterschiede in den Anden-Republiken

Davon gibt es eigentlich nicht viele. Bis auf Peru konnte man vor allem in den anderen Andenländer (teilweise Kolumbien, Ecuador, Bolivien) keine großen Unterschiede und auch keine besondere Diversitäten feststellen. Vielleicht haben wir auch deshalb bis hierhin noch keinen Beitrag dazu geschrieben obwohl wir trotzdem lecker essen durften.

Was in Kolumbien auffiel, war dass sehr viel frittiert wurde. Fisch, Hühnchen, Kochbanane, teilweise Gemüse etc.. Apropos Kochbanane. Seit Kolumbien, eigentlich schon seit Panama (was so ein Zwischending aus zentralamerikanischer- und kolumbianischer Küche war), gab es keine Tostones mehr, sondern Patacones. Eigentlich aber genau das gleiche.

In Ecuador lies das mit dem frittieren glücklicherweise langsam wieder nach.

Die Peruanische Küche wird als die beste und abwechslungsreichste Südamerikas bezeichnet. Da stimmen wir zu. Jede Region bietet eigene Gerichte, Gewürze und Zutaten. Doch kommt es an die mexikanische Küche nicht ran. Sowohl in Sachen Geschmack als auch Variation. Einzelne, typische und beliebte peruanische Gerichte, wie z.B. Ceviche (roher Fisch der mittels chemischer Reaktion in Zitronensaft gart), sagten uns leider nicht zu. Andere wiederum, wie z.B. Alpaka-Fleisch konnten uns geschmacklich überzeugen. Man wird sich in Peru dank der Diversität der Küche nicht langweilen. Hinzu kommen auch etliche fremdartige Küchen aus Europa und Asien.

In Chile und Argentinien ist klar festzustellen, dass die Küche vorwiegend mediterrane und europäische Einflüsse hat und wenig mit der Küche aus den bolivarischen Ländern. Verständlich wenn man die Bevölkerungsgruppen vergleicht. In Chile und Argentinien bestehen diese Hauptsächlich aus europäischen Einwanderern aus dem Ende 19./Anfang 20. Jahrhunderts.

 

Einzelne hervorzuhebende Gerichte.

Gerade weil die Küche teilweise so wenig Abwechslungsreich erscheint, bleiben gut zubereitete Gerichte bei einfallsreichen Köchen oder bei der Almuerzo Tante um die Ecke, besonders in Erinnerung.

Trotz viel frittiertem kann man da ein paar Dinge in Kolumbien nennen. Zum Beispiel unser erster Almuerzo in Kolumbien. Mit Pedro und David, unseren Guides von San Blas Adventures, waren wir am zweiten Tag in Capurgana lecker und günstig Mittagessen. Eben halt bei der Tante oder Omi um die Ecke. Die Patacones waren besonders groß und flach und es gab zum ersten mal Suppe zum Mittagstisch. An der Karibikküste darf man sich auf keinen Fall gegrillten Fisch entgehen lassen.

Guten Fisch kann man auch im Hinterland essen. Forelle. Auf Spanisch Trucha. Sehr lecker.

In Mompiche (Ecuador) gab es einige Lokale und Restaurants wo man essen gehen konnte. Aber irgendwie hat uns eines besonders gefallen. Es war der unscheinbarste Comedor. Bestehend aus 2 größeren Tischen am Straßenrand und einer kleinen Küche.

In Cusco waren wir an einem Abend besonders lecker und für die dortigen Verhältnisse auch etwas teuerer essen. Es gab Alpacka. Leider ist das Bild nichts geworden. Vergessen werden wir es aber nicht mehr.

Als typisches Andengericht in Peru zählt Cuy. Das ist Meerschweinchen. Ein ganzes auf unserem Teller war für uns zu viel. Doch bei einem Mittagstisch konnten wir ein Schenkel haben. Naja. Irgendwie leicht fettig.

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