Léon (die Erste). Oder der ideale Ort um die Akkus aufzuladen.

Die Überfahrt nach Nicaragua war trotz des luxeriösen und (eigentlich) sehr komfortablem Bus, günstig und schneller als gedacht. Lediglich die auf volle Pulle eingestellte Klimaanlage (trotz 14°C Außentemperatur um 5.00 Uhr) war extrem störend.

Nach 90 Minuten Aus- und Einreiseverfahren am Grenzübergang ging es dann wieder mit dem Kühlschrank weiter bis nach Managua, welches wir um die Mittagszeit erreicht haben. Zu Fuß, in der prallen Sonne, haben wir das ausgewählte Backpacker Hostel aufgesucht und für eine Nacht eingecheckt, wissend, dass wir am nächsten Tag weiter nach Léon reisen würden. Eine Nacht bzw. der Rest des Tages war ausreichend um Managua, nach 2008, nochmal eine zweite Chance zu geben. Naja. Man kann sagen dass es sich gelohnt hat. Mehr als ein Tag ist aber wirklich nicht notwendig.

Nach unserer ersten Nacht in einem Dorm sind wir gemütlich aufgestanden, haben unsere Sachen gepackt, eine Kleinigkeit gefrühstückt und sind mit unseren Rucksäcken zu Fuß, zum glücklicherweise naheliegenden UCA Busterminal gelaufen, von woaus wir ein Collectivo-Bus nach Léon genommen haben.

Mit einem Taxi sind wir in die Stadt gefahren und haben unsere über AirBnb gebuchte Unterkunft aufgesucht, was in Léon (und in Nicaragua allgemein) gar nicht so einfach ist, da Adressen nutzlos sind weil Wegbeschreibungen mit bekannten Anhaltspunkten gebraucht werden. Zum Beispiel: 2 Blocks südlich des Parque Central und dann ein halben Block westlich. Wenn dann der Anhaltspunkt nicht so bekannt ist, dann kanns etwas schwieriger werden. Naja. Nach etwas rumfragen, Google maps etc. haben wir die für 11 Tage gebuchte Unterkunft gefunden und erreicht. In diesem Moment hätten wir nicht geglaubt 11 oder mehr Tage in Léon zu verbringen. Die Unterkunft entsprach überhaupt nicht unseren Erwartungen. Am schlimmsten war das Bett. Es hing durch. Nie und nimmer hätte man da 11 Nächte schlafen können. Uns war sofort klar. Wir müssen was anderes suchen und diese Unterkunft schnellstmöglich stornieren.

Glücklicherweise haben wir ein super Hostel (kein Partyhostel) ganz in der Nähe gefunden, wo wir schon am nächsten Tag einziehen und auch ein paar Tage länger bleiben konnten.

So, was haben wir so lange in Léon getan? Gar nicht so viel. Wir haben die Zeit genutzt um nach vier Monaten reisen mal etwas runter zu kommen, zu entspannen und unsere Akkus aufzuladen. Wir konnten endlich mal wieder selbst kochen (in Léon eigentlich jeden Tag). Einkaufen gehen. Ausschlafen wenn nötig und gewollt. Auch mal ohne Fotoausrüstung in der Stadt spazieren gehen. Bars, Cafés und Plätze öfters als nur einmal aufsuchen und genießen. Museen besuchen. An den Strand fahren. Tanzen gehen. Konzerte besuchen.

Wir haben eine Menge netter und interessanter Leute im Hostel und in Léon kennengelernt. Darunter eine bemerkenswerte Familie aus Schottland. Micheal und Polly haben sich ein Jahr Auszeit genommen und reisen mit ihren drei Kindern (5- 11 Jahre) durch Süd- und Mittelamerika. Mit den fünf sowie Alice und Robbie (ein Pärchen aus Norwich) haben wir eine kleine Turtel-Tour in der Nähe Léons unternommen. Für die Kids, aber auch für uns Große, war es das größte zu sehen, wie die kürzlich zuvor geschlüpften Baby-Schildkröten ihren Weg in den Ozean antreten.

Ebenfalls in Léon, auf dem Dach der Catedrale, haben wir Brunelle und Damien, ein Geschwisterpaar aus Frankreich, kennengelernt. Das lustige war, dass es nicht das erste Mal und auch nicht das letzte Mal war. Wir sind uns zufällig mehrmals über den Weg gelaufen. Und zwar nicht nur in Léon (dazu in den nächsten Beiträgen mehr).

Nach fast zwei Wochen haben wir Léon für eine Woche verlassen, um andere Destinationen in Nicaragua anzusteuern, und anschließend wiederzukommen.

Kurzer Aufenthalt in Managua: Ankunft am 03. Januar 2017 – Weiterreise am 04. Januar 2017   (Tag #113 bis #114)
Unser Erster Aufenthalt in Leon: Ankunft am 04. Januar 2017 – Abreise am 16. Januar 2017   (Tag #114 bis #126)

    

 

 

One Comment

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