Oaxaca und dessen Strände an der Pazifikküste. Oder wo man vergessen kann wie sich Schuhe anfühlen!

Oaxaca ist eine Kleinstadt (etwa so groß wie Karlsruhe) im Südwesten des Landes, ca. 5 Stunden Busfahrt von Mexiko-City entfernt. Unsere Unterkunft befand sich ein paar Straßen entfernt vom Zocalo. Es war ziemlich viel los am ersten Abend hier. Es gab Hochzeitsgesellschaften und Veranstaltungen, die nichts mehr mit dem Dia de los Muertos zu tun hatten.

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Nach Auskunft unserer netten Gastgeberin, liegt es daran, dass Oaxacaner gerne feiern und jede Möglichkeit ausnutzen. Nach einem kleinen Spaziergang durch die Altstadt, einem wirklich leckeren Abendessen und einem kleinen Absacker in einer Bar ganz in der Nähe unserer Unterkunft, sind wir todmüde ins Bett. Außerdem machten sich bei Mara erste Anzeichen einer Erkältung bemerkbar, die uns für den nächsten Tag leider ausgebremst hat. Tatsächlich bin nur ich einmal Abends mal raus, um fürs Abendessen einzukaufen. Wenigstens konnten wir diese Zeit ausnutzen um aufgestaute Arbeit am Blog und den Bildern fortzuführen.

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Nach dem Tag Pause haben wir am dritten Tag das Städtchen auch mal bei Tageslicht betrachten können. Gerne hätten wir hier längere Zeit verbracht, doch für den nächsten Tag war die Weiterreise an die Küste Oaxacas geplant und bereits ein Busticket dafür vorhanden.

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Bereits die Fahrt in einem Kleinbus an die Küste ist erwähnenswert. Die mit 6,5 Stunden angegebene Dauer hat sich durch eine Straßen-Blockade erheblich verlängert. Grund der Blockade war der bereits länger andauernde Streit zwischen Lehrern und der Regierung von Oaxaca. Durch eine mitreisende kanadische Lehrerin haben wir erfahren, dass bei einer vorherigen Blockade, im August, sechs Lehrer dabei erschossen wurden. Nach etwa 1,5 Stunden wurde die Blockade friedlich aufgehoben und die Fahrt durch die Berge konnte weitergehen. Ein rasanter Fahrer, der sich fast dauerhaft von zwei jungen Mexikanerinnen auf den Beifahrersitzen ablenken lies, nasse kurvenreiche Straße, jede Menge Schlaglöcher und Topes (Geschwindigkeits-Hindernis, Hubel) gefühlt jeden zweiten Meter, machten diese Fahrt zum nervenaufreibenden Erlebnis.

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Zipolite, dass von uns ausgesuchte Örtchen für die nächsten Tage, kann man schon als kleines Paradies bezeichnen. Die Befürchtung, die wir Dank übertriebenen Aussagen hatten, dass Zipolite nur von FKK Liebhabern besucht wird, hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Zwar gibt es einzelne Nacktbader und sogar ein Hotel Namens Nude, doch störte dies nicht im Gesamtbild und fiel kaum auf. Schön war hingegen, dass sich der Hauptfußgängerverkehr im Grunde entlang des Strandes entwickelte und das Dörfchen einen angenehmen Hippietouch hat. Von unserer Unterkunft aus konnte man fast alles über Sand erreichen. Es ist ziemlich angenehm mal ohne Schuhe zum Abendessen zu gehen und direkt am Strand das tolle Essen zu genießen.

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Die Aufenthaltsdauer in Zipolite von 5 Nächten hatten wir von meinem (Salvos) Geburtstag abhängig gemacht. Zum ersten mal konnte ich meinen Geburtstag in sommerlicher Atmosphäre feiern. Kurz vor Zwölf haben wir mit einem Bier am Strand angestoßen. Zur Feier des Tages wurde uns von Gästen des benachbarten Nude-Hotel sogar Live-Sex am Strand geboten. Für umsonst! Das nenne ich mal ein Geschenk. 😉

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Für meinen Geburtstag selbst hatten wir schon zuvor eine Bootstour gebucht. Nach dem Frühstück ging es per Taxi zum Nachbarort Puerto Angel, wo so ein kleines Fischerboot auf uns und die anderen Gäste wartete. Das Meer war an diesem Tag nicht gerade ein Brett. Dies, die Größe des Bootes und vielleicht das Frühstück verursachten bei mir einen kleinen Ausbruch von Seekrankheit. Trotz dessen war der Ausflug sehr schön, denn wir haben eine Menge Meeresschildkröten und Delphine gesehen und an zwei tollen Stränden halt gemacht. Zudem haben wir ein nettes Pärchen aus Mexiko-Stadt kennengelernt, mit denen wir im Anschluss noch was Trinken waren.

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Zum Abendessen hatte ich mir Nudeln gewünscht. Glücklicherweise wird unser Stammlokal (für die Zeit in Zipolite) direkt am Strand von einem Italiener geführt. Pasta mit Meeresfrüchte als Abschluss eines schönen Geburtstages. Gerne hätte ich diesen auch mit Familie und mit Freunden gefeiert.

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Nach den 5 bis 6 Tagen in Zipolite mussten wir uns leider so langsam auf den Weg Richtung Cancun machen. Unser Flieger nach Havanna sollte am 18. November fliegen und der Weg von der Westküste Mexikos bis an den östlichsten Punkt der Yucatan-Halbinsel war lang und anstrengend. Erstmal mussten wir von Zipolite mit einem Taxi ein bis zwei Stunden nach Puerto Escondito fahren, von wo aus ein Linienbus nach San Cristobal fuhr. Von San Cristobal haben wir blöderweise nicht viel gesehen, da wir uns nach der 12-stündigen Nachtfahrt, die anstrengender und länger war als gedacht, erst einmal erholen mussten. Glücklicherweise hatten wir bereits 2008 mehr Zeit in San Cristobal verbracht. Am nächsten Tag um 12 Uhr mittags fuhr dann  schon der nächste Bus mit dem wir nach 24 Stunden Cancun erreichten.

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Nach 2008 wollten wir Cancun eine Zweite Chance geben. Zwei Nächte in der Zona Hoteliera. Doch vergebens. Cancun mit seinen Monsterhotels und dem Sauftourismus (Malle für Amis) ist einfach nicht unser Ding. Trotzdem haben wir die Zeit gut genutzt, waren Bummeln in Mall´s und haben den Strand genutzt.

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Aufenthalt in

…Oaxaca vom 05. bis 08. November 2016

…Zipolite vom 08. bis 13. November 2016

…San Cristobal de las Casas vom 14. bis 15. November 2016

…Cancun vom 16. bis 18. November 2016

 

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