Von San Diego nach Las Vegas. National Parks, Navajo Nation und die Route 66.

Von der Finest City nach Sin City. Erstmal gar nicht sooo weit (für amerikanische Verhältnisse). Doch gibt es auf dem Weg dort hin einiges zu sehen und zu besuchen. Und wenn man schon dabei ist, kann man auch noch einen Abstecher nach Utah machen. Treu dem Motto, der Weg ist das Ziel, haben wir neun Tage und etliche Kilometer und Stunden im Auto verbracht, um Las Vegas zu erreichen.

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Joshua Tree National Park (vom 11. bis 13. Oktober 2016)

Unser erster Halt war in Yucca-Valley, einer kleinen Stadt  am Rande des Joshua-Tree-National-Park. Bevor wir zu unserer Unterkunft gefahren sind, haben wir gabz in der Nähe Pioneer-Town besucht. Dabei handelt es sich um eine ehemalige Filmkulisse, welche heute als Touristenatraktion dient. Zumindest am Wochenende! Wir haben geschlossene Läden und gähnende Leere vorgefunden.

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Die Unterkunft, das Heim von David und Carla, mitten in einer Wüsten-Landschaft, konnten wir über Airbnb buchen. Es war verlockend, da unsere überaus freundlichen und sympatischen Gastgeber Frühstück, und auf Wunsch auch Abendessen, servierten. Dies haben wir uns nicht nehmen lassen und schon bei Ankunft am frühen Abend warteten Fettucine und eine Taboulé-Salat auf uns. Einer netten Unterhaltung mit Carla folgte ein kleiner Spaziergang auf dem Anwesen, dem eine weitere nette Unterhaltung mit beiden Gastgebern folgte.

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Das Frühstück hatte es in sich. Es gab French Toast. eine ganze Schale. Wir haben grad so jeweils eineinhalb Stücke geschaft, was nicht mal ansatzweise ein Viertel war. Dazu gabs Rührei und natürlich Kaffee oder Tee. Gestärkt, und mit Proviant versorgt, sind wir los zum Joshua Tree, unserem zweiten National Park. Immer noch in Californien doch ganz anders als der Yosemite ist der Joshua Tree eine Wüstenlandschaft zwischen Mojave- und Coloradowüste. Benannt ist er nach der Palmlilie, die es im Park zuhauf gibt. Der Park ist ebenfalls wegen dessen kahlen Felsformationen bei Kletterern bekannt und beliebt. Wir sind beim Wandern geblieben. Eine kleine Rundwanderung hat uns zu einer alten, verlassenen Goldmiene geführt. p1150640-copy p1150692-copy

Am frühen Abend haben wir uns noch spontan für eine weitere kleine Wanderung zu einer Oase entschieden. Die Zeit war noch ausreichend, vor Sonnenuntergang wieder im Auto zu sitzen und zu David und Carla zu fahren.

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Dort haben uns die beiden den besten Burger gezaubert, den wir bis dahin essen durften. Dazu gab es nochmal Taboulé, eine Art Bulgur Salat und leckere Kartoffelspalten.

Auch am Zweiten Abend gab es eine nette Unterhaltung. Thema Politik – Aktuell wegen der Wahlen in den USA (David und Carla sind gegen Trump, was hier in der Gegend nicht jeder sosieht) – sowie Football. Die beiden sind Seattle Seahawks Fans, was wohl daran liegt, dass sie dort mal gelebt haben.

Am nächsten morgen sind wir früh los, da uns die wohl längste Fahrt in den USA bevorstand.

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Abstecher nach Monticello in Utah (vom 13. bis 15. Oktober 2016)

Die USA ist ein sehr großes Land. Entfernungen können leicht unterschätzt werden. So geschehen in diesem Fall. Monticello sollte als Basis für den Besuch des Monument Valley dienen. Doch lag es, nach bereits 11 oder 12 Stunden fahrt, weitere 2 Stunden nördlich entfernt. Das wäre ziemlich ätzend gewesen. Doch da das Land so groß ist, besitzt es auch eine Menge Attraktionen. So war es Zufall, dass nur wenige Meilen entfernt von Monticello, genauer gesagt bei Moab, es mit dem Arches Nationalpark (bekannt für eine Vielzahl an natürlichen Sandsteinbögen sowie weiteren Formationen) einen weiteren sehenswerter Ort zu bestaunen gab. Der Besuch von Monument Valley wurde somit auf die Rückfahrt nach Arizona, Flagstaff, verlegt.

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Flagstaff – Ausgangspunkt für Navajo Nation, Grand Canyon, die Route 66 und der Hoover-Damm (vom 15. bis 19. Oktober 2016)

Das Monument Valley lag auf der Strecke von Monticello nach Flagstaff. Kurz vor Ankunft an der von der Navajo Nation unterhaltenen Atraktion (jedem bekannt aus etlichen Western), konnten wir an der Stelle anhalten, wo Forest Gumpp im gleichnamigen Film, seine Lauferei beendet.

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Den Monument Valley kann man selbständig befahren. Die Straße ist schrecklich. Daher bieten die Navajo Indianer an, für eine Menge Geld auf der Pritsche eines Trucks die 14 Meilen Strecke abzufahren. Wir haben uns entschieden unseren kleinen Flitzer bezüglich Offroadfähigkeit zu prüfen. Hat eigendlich geklappt – war aber sehr anstrengend und schweißtreibend.

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In Tuba City, weiter auf dem Weg Richtung Flagstaff, haben wir gehalten und das gerade stattfindende Fest der N avajo-Indianer besucht und verspätet zu Mittag gegessen. Aus Respekt vor der Religion und dem Glauben der Bewohner, haben wir keine Fotos gemacht. Am frühen Abend haben wir das zuvor gebuchte Motel in Flagstaff erreicht.

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The Grand Canyon. Das stand für die nächsten Tage auf dem Plan. Der National Park ist etwa 45 bis 60 Minuten von Flagstaff entfernt. Der erste Eindruck, wenn man am Rim steht, ist einfach unbeschreiblich. Diese Weite, diese Tiefe, übertraf alles bisher gesehene. Man konnte einfach am Canyonrand stehen und staunen. Größtenteils ohne jeglich Absturzsicherungen. Respekteinflößend.

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Am letzen vollen Tag in Flagstaff sind wir wieder etwas weiter weg gefahren, genauer gesagt wie der nach Norden – teilweise die gleiche Strecke (bis Tuba City) von der wir vor einigen Tagen kamen – um erneut eine von der Navajo Nation betriebene Atraktion zu besuchen.Den Antilope Canyon nahe Page. Diesen kann man mit einer geführten Tour besuchen und durchlaufen. Zwar war der Canyon überlaufen und eine Gruppe nach der anderen schlängelte sich durch die Gesteinsschlucht, doch hat es sich auf jeden Fall gelohnt.

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In unmittelbarer Nähe der Antilope Canyons befindet sich der Horseshoe Bend. An dieser Stelle windet sich der Colorado River mit einer 270° Schleife um eine Felsformation. Nichts für Leute mit Höhenangst.

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Auf dem Weg nach Las Vegas sind wir einen Abschnitt der historischen Route 66, von Seligman nach Kingman, entlang gefahren. In Seligman, einem kleinen Dorf was sich auf Route 66 Tourismus spezialisiert hat, haben wir in einem von Franken betriebenen Laden einen Kaffee getrunken.

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Kurz vor Las Vegas war unser letzter Stop der Hoover-Damm und der Lake Mead, welche genau auf der Grenze von Arizona und Nevada liegen.

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Hier konnte man sehen, wie schlimm die Wassersituation im Westen der USA ist. Die Überlaufkanäle auf beiden Seiten mußten zuletzt 1983 genutzt werden. Im Grunde ist das Reservoir nur halb voll. Trotzallem ist das Bauwerk an dieser Stelle einfach spektakulär.

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Vom Lake Mead aus war es nur noch eine kanppe Stunde bis nach Las Vegas.

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